NRW-Umweltminister Oliver Krischer beim Bergischen Landschaftstag 2025 am gemeinsamen Agger-Stand der BUND Regionalgruppe Köln und dem NABU Oberberg. Hier im intensiven Austausch mit Paul Kröfges, Friedrich Meyer und Gabi Mickoleit.
Volle Zufriedenheit bei den Aktiven von der BUND Regionalgruppe Köln und vom Kreisverband Oberberg des NABU beim gemeinsamen Stand unter dem Motto "Für die Agger". Einerseits wegen der Resonanz der Besucher*innen des Bergischen Landschaftstages auf die Ausstellung (siehe Anlage), andererseits wegen des konstruktiven Gesprächs mit Minister Oliver Krischer von den GRÜNEN.
Knapp 150 Unterschriften an Oliver Krischer für gesetzeskonforme Zustände an der Agger konnten während des Landschaftstages am Stand gesammelt werden. Die Gespräche liefen sehr unterschiedliche. Viele hatten durch die Berichterstattung im WDR und in der Lokalpresse von der Unterschriftenaktion gehört und unterschrieben unmittelbar. Daneben gab es vielfach intensive Gespräche, weil die Zusammenhänge komplex sind und unser Vorgehen durchaus erklärungsbedürftig. Wir bestehen auf gesetzeskonformen Auflagen für den Betreiber der Wasserkraft, gehen aber davon aus, dass die Umsetzung der Vorschriften nach dem Wasserhaushaltsgesetz für Mindestwasser, Durchgängigkeit und Fischschutz zeigen wird, dass diese Form der Energieerzeugung an der Agger absolut unrentabel und schädlich ist und daher eingestellt wird. Dann wäre der Weg frei für den Rückbau der Anlagen und die Renaturierung der Agger.
Die Besucher*innen überzeugte vor allem das Argument, dass, wenn die Mindestwasserregelung schon an der Agger in Kraft gesetzt worden wäre, es kein Fischsterben wie im Juli gegeben hätte. Man konnte auch darauf verweisen, dass die Aggerkraftwerke mit ihrer dokumentierten Verantwortung für Tod und Zerstörung an der Agger sich im Niedergang befinden. Der Stau Osberghausen wird im Dezember abgestaut, weil die Umweltauflagen nicht erfüllt werden, in der Wasserkraftanlage Haus Ley wurde vor einem Jahr die alte Turbine ausgebaut aber keine neue Turbine eingebaut. Die neuen Turbinen, die bei den anderen Anlagen eingebaut worden sind, stehen jetzt bei Niedrigwasser seit längerem still. Die Hoffnungen des Betreibers, bei Niedrigwasser länger Strom zu produzieren haben sich nicht erfüllt.
Minister Krischer zeigte sich am Stand über die Aggerkraftwerke informiert. Er kannte auch die klaren Aussagen der Bezirksregierung Köln, die als Reaktion auf das Fischsterben darauf hinweisen konnte, dass sie die Erarbeitung von Ordnungsverfügungen nach Wasserhaushaltsgesetz bereits durchgeführt habe. Der Minister hinterließ nicht den Eindruck, dass er traurig darüber wäre, dass jetzt nach fünfzehn Jahren endlich das Wasserhaushaltsgesetz an der Agger durchgesetzt werde. Er ging davon aus, dass die verantwortliche Bezirksregierung Köln gesetzeskonforme und nachhaltige Regelungen durchsetzen werde. Dies hinterließ im Gespräch mit den Herausgebern des Aggerbriefs, Paul Kröfges und Friedrich Meyer, einen durchaus positiven Eindruck.
Jetzt warten alle Aggerfreund*innen darauf, dass die Bezirksregierung Köln die Ordnungsverfügungen an die Aggerkraftwerke verschickt.
Ausstellungstafeln als PDF (24 MB)
NRW-Umweltminister Oliver Krischer beim Bergischen Landschaftstag 2025 am gemeinsamen Agger-Stand der BUND Regionalgruppe Köln und dem NABU Oberberg. Hier im intensiven Austausch mit Paul Kröfges, Friedrich Meyer und Gabi Mickoleit.
NRW-Umweltminister Oliver Krischer beim Bergischen Landschaftstag 2025 am gemeinsamen Agger-Stand der BUND Regionalgruppe Köln und dem NABU Oberberg. Hier im intensiven Austausch mit Paul Kröfges, Friedrich Meyer und Gabi Mickoleit.
NRW-Umweltminister Oliver Krischer beim Bergischen Landschaftstag 2025 am gemeinsamen Agger-Stand der BUND Regionalgruppe Köln und dem NABU Oberberg. Hier im intensiven Austausch mit Paul Kröfges, Friedrich Meyer und Gabi Mickoleit.