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Regionalgruppe Köln

Wie Phönix aus der Asche - Die Agger bei Grünscheid

20. Mai 2020 | Flüsse & Gewässer, Lebensräume, Naturschutz

Der Betrieb der Wasserkraftanlage Ohl Grünscheid wurde wegen Gefahr im Verzug gestoppt. Nun wurde ein Offener Brief an das Umweltministerium gesendet.

Wasserkraftanlage Ohl Grünscheid an der Agger  (Paul Kröfges)

Das Verwaltungsgericht Köln hat den Betrieb der Wasserkraftanlage Ohl Grünscheid wegen Gefahr im Verzug unterbunden. Dadurch kann die Agger zur Zeit in diesem Bereich wieder frei fließen. Die Durchgängigkeit für Sediment und Organismen ist hergestellt, die natürliche Morphodynamik hat wieder eingesetzt. Trotz teils sehr beengter Verhältnisse tritt nach kurzem Wirken des Flusses ein enormes Potential zutage. So einfach kann es manchmal gehen.

Bilder sagen mehr als Worte. Zur Illustration hat Paul Kröfges vom BUND die Situation aktuell fotografisch dokumentiert. Die Bilderstrecke ist unten zu sehen.

Zitat aus dem Gerichtsbeschluss: "Die – nicht weiter konkretisierten und bezifferten – Interessen der Antragstellerin (Wasserkraftbetreiber – der Verfasser), vorläufig weiterhin Nutzen aus dem Betrieb der ihr seit Jahren bekannt schadhaften Stauanlage zu erzielen, muss hinter dem öffentlichen Interesse zurücktreten, konkrete und naheliegende Schäden für erhebliche Sachwerte und möglicherweise für Leib und Leben von Menschen abzuwenden." Es bleibt zu hoffen, dass die Wasserkraftanlage ersatzlos zurückgebaut

Die BUND Vertreter Friedrich Meyer aus Engelskirchen, Flussgebietskoordinator des Wassernetzes für die Agger  und Paul Kröfges, auch Vertreter der Naturschutzverbände im Aggerverband, haben jetzt einen "Offenen Brief" an die Umweltministerin gerichtet, in dem sie das Land auffordern, die maroden Wasserkraftanlagen samt zugehöriger Stauanlagen zu übernehmen. Aber lesen sie selbst!

Vorheriger Briefkontakt mit dem Umweltministerium:
14.04.2020 Brief des Umweltministerium
30.04.2020 Antwort der Naturschutzverbände

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