Regionalgruppe Köln

WDR Beitrag von 2017 zu Störfällen in der Chemieindustrie in NRW

31. Juli 2021 | Chemie, Kreisgruppe Leverkusen, Ressourcen & Technik, Umweltgifte

BUND verweist auf das hohe Gefahrenpotenzial bei Currenta.

Explusion auf dem Gelände von Currenta in Leverkusen.  (Oliver Köhler)

Die Chemieindustrie in den Rheinanliegerstaaten, in Deutschland und v.a. in ihrem "hotspot" NRW hat seit über 100 Jahren ihren Anteil an der wirtschaftlichen und technischen Entwicklung, stellt aber auch durch immer wiederkehrende, teils extreme Störfälle eine ständige Bedrohung der Lebensverhältnisse in den hiesigen Ballungsgebieten dar. Darüber hinaus ist sie eine stetige Quelle für Gewässer-, Boden und Luftverschmutzungen aller Art und trägt einen deutlichen Anteil zur Klimakatastrophe bei.

Nach einer Serie von Störfällen und Ereignissen bei Bayer, Currenta, Shell und Co hatte der WDR im September 2017 in der populären Nachmittagssendung "Daheim und Unterwegs" eine Dokumentation hierzu gezeigt und für den BUND Paul Kröfges, damals Sprecher LAK Wasser, als Experten eingeladen und interviewt.  
Angesichts des aktuellen schweren Störfalles bei Currenta in Leverkusen hat dieser Beitrag eine erschreckende Aktualität und ist unbedingt sehenswert. Etwa ab Minute 14 wird auf die besondere Gefahrenlage bei Bayer und Currenta verwiesen und gefordert, hier alles Menschenmögliche zu unternehmen um Störfälle in solchen Anlagen auszuschließen. Leider ist wieder einmal klar geworden, dass die Chemieindustrie dies nicht garantieren kann und es stellt sich massiv die Frage nach der Verantwortung, den Ursachen und den Konsequenzen. Wir werden dazu beitragen, dass diese Fragen gestellt und beantwortet werden.   

Zur Dokumentation bei "Daheim und Unterwegs"

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